Fachexkursion des Kreislandfrauenverein Stendal e.V.

Ein Bericht vom Kreislandfrauenverein Stendal e.V.

In diesem Jahr begaben sich ca. 40 LandFrauen auf eine Fachexkursion mit dem Bus in den Süden von Sachsen-Anhalt.

Thema der Reise war ein lebendiger Verbraucher-Erzeuger-Dialog.
Die Busfahrt wurde zur Einführung und Erklärung der Thematik genutzt. Es wurde aus Sicht von Landwirtinnen und Praktikerinnen auf die momentane Situation in der Landwirtschaft in unserer Region hingewiesen. Die langanhaltende Dürre und Hitze, die stark gestiegenen Kosten bei allen Arten von Energie und anderen Betriebsmitteln belasten die Landwirtinnen und Landwirte. Wir alle sind aber auch Verbraucher und haben täglich die Preiserhöhung in allen Bereichen vor Augen.

Unsere erste Anlaufstelle war Familie Wouters in Grimnitz. Hier wird die ursprüngliche Schweinerasse „Leicoma“ gezüchtet und gemästet. Bei einem interessanten Betriebsbericht erfuhren wir sehr viel über den Bestand und die Visionen, die die tägliche Arbeit antreibt. Ohne Scheu besichtigten wir einen Außenmaststall, wo mit vielen kleinen Änderungen sich um mehr Tierwohl gekümmert wird. Frau Klug gab einen Überblick über die Entstehung dieser DDR- Rasse und dem besonderen Namen (LEI pzig, CO ttbus, MA gdeburg).

Weiter ging es mit einem Zwischenstop auf dem Petersberg, die imposanten Türme der Stiftskirche haben wir alle in der Ferne schon gesehen, wenn es auf der A14 entlang geht. Nun nutzten wir die Gelegenheit, um uns individuell dort umzuschauen.

Einen anderen Betrieb besuchten wir in Cosa, hier erwartete uns Familie Feuerborn auf ihrem Betrieb. Herzlich begrüßt würden wir von der Chefin, die uns einen Überblick zur Entstehung und der weiteren Entwicklung des Betriebes gab. Der Junglandwirt schilderte aus seiner Sicht, wie er die Entwicklung gerade im Gemüse- und Kartoffelanbau sieht. Lebhaft wurde diskutiert über die Veränderung des Klimas, fehlende Niederschläge und Arbeitskräftesituation in der Landwirtschaft, Direktvermarktung und Hühnermobil, Verkaufsautomaten an verschiedenen Standorten und noch viele Themen mehr- bereicherten unseren Austausch gegenseitig.

Zum Abschluss sollte es auch einen kulturellen Eindruck geben und so besuchten wir die Bachstadt Köthen, deren barockes Schloss uns sehr gefiel.

Der Bericht wurde verfast von Sibylle Klug.

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