Ernährungsführerschein

Der Ernährungsführerschein

– ein bundesweites Erfolgskonzept wieder in Sachsen-Anhalt

Was ist der Ernährungsführerschein?

Der Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtskonzept für die dritte und vierte Klasse, das den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten vermittelt. Die Kinder lernen im Klassenraum kleine, vollwertige Gerichte zuzubereiten.

Er vermittelt den Kindern nicht nur Wissen, sondern vor allem praktische Kompetenzen für die Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln. Schüler*innen, die am Führerscheinprojekt teilgenommen haben,

•    kennen die wichtigsten Lebensmittelgruppen und wissen, wie eine gesunde Mahlzeit aussieht.
•    kennen die Grundregeln der Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln.
•    sind in der Lage, Einkaufszettel zu erstellen und bewusst einzukaufen.
•    wissen um die Qualität der Lebensmittel und wie sie richtig gelagert werden.
•    können Lebensmittel verarbeiten und daraus kleine Gerichte zaubern.
•    können einen Tisch decken und wissen, welche Benimmregeln beim Essen gelten.
•    lernen richtiges Essverhalten für den ganzen Tag und erleben das Essen mit allen Sinnen.

Es ist ein fächerübergreifendes Arbeiten. Das maßgeschneiderte Konzept enthält flexible Einheiten, die aufeinander aufbauen.

Was machen die LandFrauen?

Über eine Million Kinder haben bereits einen Ernährungsführerschein. Das etablierte Konzept wird seit über 15 Jahren an Grundschulen umgesetzt. (Quelle: www.bzfe.de/bildung/der-ernaehrungsfuehrerschein, Stand Februar 2024).

Für uns ist es kein neues Projekt. Bereits von 2007 bis 2016 führten die LandFrauen Einsätze in Sachsen-Anhalt durch. Durch den Wegfall der Förderung konnte das Projekt nur noch vereinzelt durchgeführt werden. Da die Nachfrage immer noch sehr groß ist und der Bedarf vorhanden ist, hat es sich der LandFrauenverband Sachsen-Anhalt zur Aufgabe gemacht, das Projekt „Ernährungsführerschein“ wieder anzubieten. Im Jahr 2024 bekamen wir nun endlich wieder eine Förderung für die Einsätze durch die LandFrauen.

Im Januar 2024 gab es erneut eine zweitägige Schulung, in der 13 LandFrauen zu Multiplikatorinnen für den Ernährungsführerschein ausgebildet wurden.

Wie läuft das Projekt ab?

Der Ernährungsführerschein kann ohne eine Schulküche umgesetzt werden. Er wurde für die Umsetzung im Klassenraum entwickelt und erprobt. Eine Schulküche ist natürlich von Vorteil, aber nicht notwendig.
Die qualifizierten LandFrauen führen den Ernährungsführerschein in den Schulen eigenverantwortlich im Teamteaching mit der Lehrkraft durch.

Die Kinder erwerben in sechs bis sieben Doppelstunden die Lizenz zum „Selber kochen“.
1.    Lustige Brotgesichter
2.    Knackiger Gemüsespaß
3.    Kunterbunte Nudelsalate
4.    Fruchtiger Schlemmerquark
5.    Heiße Kartoffelgerichte (optional)
6.    Schriftliche Prüfung und Tischknigge
7.    Praktische Prüfung mit kaltem Buffet
In den ersten vier Unterrichtseinheiten lernen und üben die Kinder grundlegende Fertigkeiten für die Zubereitung von Lebensmitteln. Dabei bereiten sie in Kleingruppen verschiedene kalte Speisen zu. In zwei weiteren Doppelstunden festigen sie das Gelernte in einer theoretischen du praktischen Prüfung. Die Schwerpunktthemen „gesundes Essen“, „Hygiene“ und „Esskultur“ ziehen sich dabei als roter Faden durch alle Unterrichtseinheiten und werden in je einer Doppelstunde vertieft.

In der praktischen Prüfung bewirten die Schüler*innen Gäste – zum Beispiel Eltern oder eine Patenklasse – mit einem kleinen Buffet. Das Projekt endet mit der Übergabe des Führerscheins an die Kinder.

Durchführung

Die Einsätze für LandFrauen werden aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Anfragen für die Durchführung in Ihrer Schule können gern an die Geschäftsstelle gestellt werden.

Kontakt:
LandFrauenverband Sachsen-Anhalt e.V.
Maxim-Gorki-Straße 13
39108 Magdeburg
Telefon 0391 7318940
E-Mail: info[at]lfv-sachsenanhalt.de

 
 

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