LandFrauenverband Sachsen-Anhalt e.V.

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Frauen AUF DEM LAND: GEMEINSAM ETWAS BEWEGEN

Lernen und Erlebnisse auf landwirtschaftlichen Betrieben in der östlichen Altmark

Regionen-Aktiv - Land gestaltet Zukunft

Ausgangssituation
Die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises Stendal wird maßgeblich durch die Landwirtschaft, die Veredlung landwirtschaftlicher Produkte sowie durch die Verarbeitung und Veredlung nachwachsender Rohstoffe geprägt. Selbst in dieser Region, in der es noch relativ viele Arbeitsplätze in der Landwirtschaft gibt, zeigt sich eine zunehmende Entfremdung der Bevölkerung von dieser.   

Ziele
Der Kreislandfrauenverein Stendal initiierte daraufhin in Kooperation mit der Landesgeschäftsstelle ein Projekt, indem bezüglich der geschilderten Entwicklung Abhilfe geschaffen werden sollte. Vorschulkinder, Grundschüler als Verbraucher von morgen sowie deren Erzieher und Lehrer als Multiplikatoren sollten in einen kommunikativen Austausch mit der praktischen Landwirtschaft geführt werden. Verbraucheraufklärung und Verbrauchersensibilisierung durch erlebnisorientierte Bildung und ganzheitliches Lernen durch Riechen, Anfassen, Sehen und Tun standen dabei im Mittelpunkt. Neben der Stärkung der emotionalen Bindung stand weiterhin die Förderung der heimischen Landwirtschaft sowie der regionalen Vermarktung im Vordergrund der Bemühungen.   

Umsetzung und Durchführung
Ab August 2004 nahm die Koordinatorin des Projektes, Frau Dorothea Blum, Kontakt zu pädagogischen Einrichtungen und Betrieben auf. Zwei Monate später fanden dann bereits die ersten Hofführungen auf landwirtschaftlichen Betrieben im  Landkreis Stendal statt. Doch ehe es soweit war, wurden die Kinder mittels Präsentationen auf diesen Hofbesuch vorbereitet. Die pädagogischen Einrichtungen konnten dabei zwischen den landwirtschaftlichen Schwerpunktthemen „Unsere landwirtschaftlichen Nutztiere", „Pflanzen von denen wir leben" sowie „Leben in der Landwirtschaft und Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb" wählen. Diese Präsentationen, die in den jeweiligen Einrichtungen durchgeführt wurden, dienten der Hinführung und Vorbereitung von Hofführungen auf landwirtschaftlichen Betrieben der Region, die im Anschluss auf Wunsch durchgeführt werden konnten.Das Erlernte wurde spielerisch durch Ansprechen aller fünf Sinne gefestigt. Taststrecken und Geschicklichkeitsspiele kamen ebenso zum Einsatz wie ein Kuheutermodell. Kreativangebote mit Naturmaterialien aus der Landwirtschaft, wie das Basteln von Getreidebildern, und altersgerechte Quizbögen rundeten das Angebot für die Vorschulkinder und Schüler/innen ab. Für Pädagogen bestand zusätzlich die Möglichkeit, schulinterne Lehrerfortbildungsveranstaltungen auf landwirtschaftlichen Betrieben wahrzunehmen. Die große Resonanz hinsichtlich Theorieveranstaltungen an Schulen und Kindertagesstätten, die durchweg sehr gut bei den Kindern wie auch bei den Pädagogen ankamen, hatten auch ausgesprochen positiven Einfluss auf die Hofführungen. Die eingebundenen Betriebe spiegelten das breite Spektrum der Landwirtschaft über Direktvermarkter, Familienbetriebe und Agrargenossenschaften im Landkreis wieder. Die Produktionsverfahren reichten von der Käseproduktion über den Obstbau bis hin zu bekannten Verfahren der Tierhaltung und Pflanzenproduktion. Familienbetriebe mit Nutztierhaltung, vorwiegend Milchviehhaltung mit Nachzucht, wurden bevorzugt von Kita´s gebucht. Hier bot sich für die Kleineren die beste Möglichkeit für ein ganzheitliches Lernen bei ausgiebigen Kontakten zu den Tieren auf den Höfen.