Kreis-LandFrauentag am 20.03.2010
Festveranstaltung zum 20jährigen Vereinsjubiläum des Kreisvereins Mansfelder Land im Kloster Helfta



Das Jahr 2010 ist für viele Vereine und Verbände Sachsen-Anhalts ein bedeutendes Jubiläumsjahr. Neben dem Landesverband kann auch der Kreislandfrauenverein Mansfelder Land auf ein aktives und engagiertes 20jähriges Vereinsleben zurückblicken. Diesen runden Geburtstag nahm der Verein unter dem Vorsitz von Katrin Drechsler zum Anlass eine Festveranstaltung im schönen, altehrwürdigen Kloster St. Marien zu Helfta zu begehen. Zuvor war Katrin Drechsler auf der Mitgliederversammlung erneut im Amt der Vorsitzenden bestätigt worden. In ihrer Festrede bedankte sie sich für das entgegengebrachte Vertrauen und schwor „ihre Frauen“ auf neue Ziele und Vorsätze in der LandFrauenarbeit ein. Besonders dem Problem der Mitgliederwerbung und –gewinnung wollen die Mansfelder LandFrauen zu Leibe rücken. Die Vorsitzende schlug vor, unter dem Motto „Jede LandFrau bringt eine Freundin mit“ dieses Vorhaben anzugehen. Selbstverständlich ließ es sich Katrin Drechsler nicht nehmen, auf 20 Jahre LandFrauenarbeit im Mansfelder Land zurückzublicken und zählte die Erfolge und Errungenschaften aktiver Vereinsarbeit auf.
Daneben würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Gesellschaft und Politik die aktive und engagierte Arbeit aller LandFrauen des Kreisvereins und überbrachten Glückwünsche und Grußworte. So auch die Vorsitzende des Landesverbandes Brunhilde Jakobi, die in ihrem Grußwort daran erinnerte, unter welchen schwierigen Bedingungen und Umständen sich die LandFrauenvereine in Sachsen-Anhalt gründeten: „Die Lebens- und Arbeitssituation, insbesondere für Frauen und Familien auf den Dörfern, wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands sehr schwierig. Die Arbeitslosenquote schnellte in die Höhe, die Chancen auf neue berufliche Perspektiven waren eher begrenzt und auch die Infrastruktur verschlechterte sich immens. In dieser Zeit des Umbruchs waren die neu gegründeten Landfrauenvereine ein Rettungsanker in vielen Gemeinden. Die Lust und Freude an geselligem Beisammensein und dabei Gutes für das Gemeinwohl zu tun, motivierte 1990 viele Frauen in den Dörfern Ihrer Region und auch in anderen Landesteilen dazu, sich in einem Verein zu organisieren und gemeinnützig tätig zu werden. Hochgesteckt waren die Ziele, ungebremmst der Eifer und die Motivation. Als Interessenvertretung für Frauen und Familien im ländlichen Raum traten die LandFrauen auf den Plan und sind seither geschätzte, anerkannte und gern gesehene Mitstreiter und Gesprächspartner, wenn es um die Belange der Dörfer und des ländlichen Raumes geht.“, betonte die Landesvorsitzende.
Brunhilde Jakobi richtete aber auch mahnende Worte an die rund 60 anwesenden LandFrauen. Sie bat die Frauen darum, sich wieder verstärkt auf den Gemeinschaftssinn und das ehrenamtliche Wirken zu besinnen, anstatt den persönlichen Nutzen einer Vereinsmitgliedschaft in den Vordergrund zu stellen.
Ein Festvortrag zur demographischen Entwicklung in Sachsen-Anhalt, gehalten durch den Staatssekretär des Ministeriums für Bau und Verkehr, Herrn André Schröder, rundete die Veranstaltung auf angenehme Art ab.
